Archiv

Pflege in Oberösterreich – zwischen Anspruch und Realität

veröffentlicht am

Bei der 140. Tagung des Fachausschusses für Kontrollamtsangelegenheiten des Österreichischen Städtebundes am 5. und 6. November 2025 in Linz stand das Thema „Aktuelle Herausforderungen im Pflegebereich“ im Mittelpunkt.

Diskutiert wurde, wie genügend Pflegekräfte für die Zukunft gewonnen werden können. Der LRH präsentierte zentrale Ergebnisse seiner Initiativprüfung (2022) und Folgeprüfung (2023) „Pflege – Bedarf, Ausbildung, Strategie“:

Bis 2030 werden in Oberösterreich rund 9.550 zusätzliche Pflegekräfte benötigt – etwa 4.350 in Krankenhäusern und 5.200 in der Altenpflege. Zwar sind ausreichend Ausbildungsplätze vorhanden, doch fehlt es an Interessent:innen, und rund ein Viertel der Auszubildenden bricht die Ausbildung ab. Das Land Oberösterreich hat mit der Fachkräftestrategie Pflege rund 50 Maßnahmen gestartet – von neuen Ausbildungsmodellen über Digitalisierung bis hin zur Gründung der Pflege- und BetreuungsManagement GmbH. 

Der LRH empfahl klare Zielpfade bis 2030, regelmäßige Evaluierungen und eine offene Diskussion darüber, was „Altern in Würde“ konkret bedeutet. Die Tagung bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch zwischen Vertreter:innen des Rechnungshofs Österreich, der Landesrechnungshöfe, des Kontrollamts Linz und des Österreichischen Städtebundes – mit einem gemeinsamen Ziel: öffentliche Kontrolle als Motor für nachhaltige Lösungen.

Quelle: Stadt Linz/Dworaschak
Quelle: Stadt Linz/Dworaschak